Nach einer ruhigen Nacht im Riad und einem leckeren und opulenten Frühstück konnte der zweite Tag in Marrakesch beginnen. 

Nach dem Aufstehen hatten wir mit dem Gedanken gespielt, das Abenteuer Riad und Kasbah abzubrechen und in ein westlicheres Hotel umzuziehen. Die Lage des Riad inmitten der engen Gassen, zwischen Bauschutt, Baustellen und provisorischen Märkten hat uns geschockt und verstört. Mittlerweile wissen wir, dass der Zustand der Zerstörung dieses Stadtteils noch vom Erdbeben im September 2023 herrührt. Wir bleiben die beiden gebuchten Nächte.

Gut gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg in die Stadt. Das Gewitter am Abend hat in unseren Augen reinigend auf die Gassen gewirkt. Überall wird gewischt und gekehrt, die Lädchen öffnen ihre Türen und Aussteller werden bestückt. Eine friedliche Atmosphäre.

Jemaa El-Fna am Morgen ist ein ganz anderer Anblick als am Abend zuvor. Auch hier erwacht das Leben langsam.

Wir haben uns auf den Weg zum "Geheimen Garten" Le Jardin Secret gemacht. Dort war die Schlange lang und 100MAD Eintritt waren uns dann doch zu viel. Bei all den Souks vom Vortag hatten wir den Souk mit den Gewürzen noch nicht gefunden... Der liegt etwas abseits, aber wenn wir schon mal hier sind, wollten wir auch hier schauen, ob die Fernsehdoku lügt... Gewürze und Düfte haben wir zu Hauf gefunden und uns auch zum Kauf von ein paar Andenken überzeugen lassen. Jasmin, Moschus und Sandel landeten als eine Art festes Parfüm im Beutel. Dazu geschenkt gab es einen besonderen "Lippenstift" und Zahnstocher in Form getrockneter Fenchelblüten. 

Nach dem Ausflug wollten wir das Flair vom Jemaa El-Fna noch ein wenig genießen und haben dort jeder ein Kännchen des typisch marokkanischen Tees (Grüntee mit frischer Minze) genossen und dabei das Treiben auf dem Platz beobachtet. 

Nach dem Trubel war Zeit für ein bisschen Ruhe. Die haben wir etwas abseits im Cyber Parc Arsat Moulay Abdelslam gefunden. Hier kann man mitten in Marrakesch zwischen Palmen sitzen und den Vögeln lauschen.

Zum Abendessen ging es ein letztes Mal Richtung Gauklerplatz, dort haben wir vegetarische Tajin und Couscous im Rooftop Mabrouka genossen (diesmal nicht zuuu viel bestellt).

Die Planung für die kommenden Tage laufen noch... Agadir oder nicht Agadir ist gerade noch die Frage... Wie geht's weiter?

Lasst euch überraschen...